Projekt Dominika der GRD e.V.

Ein Hilfsprojekt der Gesellschaft zur Rettung der Delfine e.V. zur Rettung der Pottwale vor Dominika

Helfen Sie den Pottwalen durch die Übernahme einer Patenschaft…

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Wie sie wissen, wurde 1982 von der IWC, der Internationalen Walfangkommission, mangels noch zu verteilender Wale eine Aussetzung des Walfangs für 10 Jahre gegen die Proteste von Japan, Norwegen und der UdSSR beschlossen. Dieses Moratorium trat 1986 in Kraft. Man wollte in diesen 10 Jahren beobachten, ob sich die Walbestände wieder erholen würde. Bei der äußerst geringen Reproduktionsrate der Großwale ein sehr frommer Wunsch. Da sich erwartungsgemäß keine Verbesserung ergab, wurde der Walfang auf unbestimmte Zeit ausgesetzt

Seitdem versucht die Walfang-Lobby um Japan, Norwegen und Island zu beweisen, dass es heute wieder genug Wale gibt, um die Jagd erneut aufzunehmen.
Obwohl die japanische Walfang-Lobby inzwischen sehr viel Geld aufgewendet hat um Länder, die bisher nicht der IWC angehörten zur Mitgliedschaft zu bewegen und für den Walfang zu stimmen, wurde die Freigabe bisher nicht erreicht. Auch Dominika wurde dadurch Mitglied der IWC und stimmt dort im Sinne Japans für den Walfang.
Ungeachtet dessen enthält das Moratorium diverse Ausnahmen, welche es vielen Ländern trotzdem ermöglicht, in gewissem Umfang Walfang zu betreiben. Japan nutzt die Ausnahmen für den sogenannten wissenschaftlichen Walfang. Trotz der inzwischen zu tausenden getöteten Walen wurden allerdings keine nicht bereits bekannten Erkenntnisse gewonnen. Da die IWC vorschreibt!!, dass getötete Wale verwertet werden müssen, landen diese also auf den Speisekarten vieler Restaurants in Japan.
Daher wäre es für eine japanische Walfangflotte ein leichtes, die etwa 70 Tiere umfassende Pottwalgruppe vor Dominika aus wissenschaftlichen Gründen innerhalb kurzer Zeit zu töten.

Dominika ist ein sehr armes Land und Zuwendungen sind daher willkommen. Zumal man aus Sicht der Regierenden nicht viel dafür tun muss.

Nun hat sich aber in den letzten 10 Jahren ein spezieller Walbeobachtungstourismus entwickelt. Menschen, die vorher noch nie etwas von Dominika gehört hatten, Reisen nun dorthin, weil es diese Pottwalgruppe gibt. Selbst Kreuzfahrtschiffe nehmen inzwischen Kurs auf die Insel, um ihren Gästen Walbeobachtungstouren anbieten zu können.
Man muss gar nicht lange rechnen was es für die Bevölkerung bedeutet, wenn ein Schiff 2000 Touristen auf die Insel bringt. Davon nimmt nur ein kleiner Teil die Gelegenheit zur Walbeobachtung war. Der größte Teil ergießt sich über die gesamte Insel. Dafür werden Taxen, Busse und Fremdenführer gebraucht. Einige Attraktionen kosten Eintritt. Die Touristen sind durstig und wollen Souvenirs mitnehmen.
Die von 2 Unternehmen durchgeführten Walbeobachtungstouren beschäftigen heute zehnmal so viele Menschen wie noch vor 5 Jahren.

All dies zeigt, dass die Wale langfristig gesehen, lebend viel mehr Wert sind als die paar Zuwendungen der Walfang-Lobby. Diese Tatsache der gesamten Bevölkerung nahe zu bringen, ist unser Hauptanliegen.
Dies können wir aber nur tun, wenn wir die Wale genau kennen. Wenn wir wissen wie sie sich verhalten, wenn sich Walbeobachtungsboote nähern. Wenn wir wissen, in welchem Rahmen sie sich in ihrem Gebiet bewegen. Wenn wir wissen, wie hoch die Geburten- und Sterblichkeitsrate ist. Wenn wir wissen, wie gut das Nahrungsangebot ist (dies kann man aufgrund der Exkremente der Wale feststellen). Wenn wir wissen, wie viele ausgewachsene Pottwalbullen die Gruppe im Laufe des Jahres aufsuchen und wenn wir wissen ob es Umweltveränderungen gibt.

Da wir unsere Tätigkeit absolut ehrenamtlich ausüben und alle unsere Reisen und Ausgaben vor Ort aus eigener Tasche bezahlen, können wir uns natürlich nur begrenzte Zeit auf der Insel aufhalten und  Informationen sammeln.
Im Jahre 2005 haben wir ja um unser Pottwalskelett herum unser Forschungszentrum feierlich eingeweiht. Ziel diese Zentrums ist es, die oben genannten Erkenntnisse zu gewinnen und zu veröffentlichen.
Um dieses ganzjährig zu gewährleisten benötigen wir, neben engagierten Helfern, diverse Ausrüstungsgegenstände wie Kameras, GPS-Empfänger, Computer, Messgeräte und Internetanschlüsse zur Übermittlung der Daten.

Alle diese Dinge kann sich kein „normaler“ Beschäftigter auf Dominka leisten. Daher tragen sie  mit ihrer Patenschaft dazu bei, dass wir alle benötigten Informationen erlangen können. Mit diesen Fakten wird es uns möglich sein, die Aufklärungsarbeit in überzeugender Weise fortzusetzen. Dominika ist ein demokratisches Land, das alle 4 Jahre seine Regierung neu wählt. Wir hoffen daher, dass eine aufgeklärte Bevölkerung Druck auf die Kandidaten ausübt, die bisherige Haltung zum Walfang aufzugeben und darüber hinaus die Gewässer Dominikas zum Pottwalschutzgebiet erklärt.

Dies sind ehrgeizige Ziele, aber die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass wir auf dem richtigen Wege sind und uns Mut gemacht, diesen Weg zu intensivieren.

Der Klick führt Sie direkt zum Patenschaftsformular 

 

Ihr GRD-Dominika-Projektteam

Andrea und Wilfried Steffen