Geschichte der Wale und Delfine

Es begann 60 Millionen Jahre vor unserer Zeit …

Was hat der Hund mit dem Delfin zu tun?

Die Antwort ist: Der heutige Delfin (aus der Gattung der Waltiere  „Cetacea“ ) entwickelte sich vor 60 – 55 Millionen Jahren aus den sogenannten „Urhunden“ (Mesonychiden).

Es waren landlebende Huftiere die sich im Laufe der Evolution immer mehr dem Element Wasser anpassten.

 Zunächst im flachen Wasser des Tetys-Meeres, später dann an den offenen Ozean. Sicher haben sie auch noch viele Millionen Jahre nachdem sie das Wasser erobert haben ihre Jungen an Land zur Welt gebracht. Die Vorderfüsse bildeten sich in Flossen (Flipper) um, die Hinterfüße verschwanden ganz. Der ursprüngliche Schwanz bildete sich ebenfalls zurück. An seine Stelle trat der Unterwasserantrieb der Wale, die Fluke. Die Urhunde besaßen noch ein Fell, welches sich jedoch zurück-bildete. Aber auch heute noch kann man bei neugeborenen Delfinbabys Ansätze von Stoppeln (Schnurrhaaren) an der Schnauze erkennen.

Die sieben Halswirbel sind bei den meisten Walarten zusammengewachsen.

Dadurch können sie den Kopf nicht mehr separat bewegen. Die Brustknochen sind nur noch lose mit der Wirbelsäule verwachsen. Sie haben keinerlei stützende Funktion mehr.

Der sich zunächst entwickelnde Wal Archeoceti, dürfte etwa vor 25 Millionen Jahren ausgestorben sein. Inzwischen hatten sich aber andere gebildet, den heutigen Arten schon sehr ähnlich. Ob aber die Bartenwale und die Zahnwale die gleichen Vorfahren hatten, darüber sind sich die Walforscher bis heute nicht einig. Bereits vor 5 Millionen Jahren war die Entwicklung der heutigen Walfamilien abgeschlossen.

Das Verhältnis zwischen Mensch auf der einen und Walen und Delfinen auf der anderen Seite ist gespalten. Wale und Delfine symbolisieren einerseits  Geheimnis, Ruhe und Freiheit und inspirierten Musiker und Dichter auf der ganzen Welt. Andererseits sperren wir sie in kleine Betonbecken, trainieren sie für militärische Aufgaben (die für Menschen zu gefährlich sind), töten sie zum Verzehr, ertränken sie in Fischernetzen und vergiften ihren Lebensraum.

 

Der Mensch erschien erst vor ca. 320 000 Jahren. Doch die letzten 500 Jahre haben ausgereicht, die Wale an den Rand der Ausrottung zu bringen und 50 Millionen Jahre Entwicklung zu vernichten.

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