Kleine Schwertwale

An den europäischen Küsten sieht man sie äußerst selten, manchmal dringen sie ins Mittelmeer vor.

Kleiner Schwertwal

  • Familie:

    Delphinidae

  • Art:

    Pseudorca crassidens

  • anderer Name:

    falscher killerwal

Sein vollständiger wissenschaftlicher Namen ist:

Cetacea Odontoceti Delphinidae Pseudorca crassidens

Die kleinen Schwertwale tragen im englischen auch den Namen : False Killer Whale = Falscher Killerwal. Und wie seine großen Artgenossen der echte Killerwal (Orcinus Orca) gehören sie zu der Familie der Delfine. Ihre Rückenfinne ähnelt stark denen junger, echter Schwertwale. Sie ragt nach oben und ist nach hinten gebogen.

Der kleine Schwertwal hat einen schlanken, tiefgrauen bis schwarzen Körper und einen kleinen, langen, schmalen Kopf, der sich nach vorne hin zu einer rundlichen Schnauze verjüngt. Man erkennt ihn auch an seiner nach vorne lang gestreckten und bis zur Schnauzenspitze vorgewölbten Melone.

In seinen Ober- und Unterkiefer verfügt er jeweils über 16 - 22 kräftige, leicht gebogene Zähne. Die Zähne sind dabei in der Mitte der Zahnreihe am größten. Dort kann der Querschnitt bis zu 27 mm erreichen. Zu den vorderen und hinteren Enden hin, werden die Zahnreihen immer kleiner.

Anders als beim Pigmy Killer Whale  (Zwerggrindwal), mit dem er oft verwechselt wird, ist sein Kopf vollkommen schwarz, während beim Zwerggrindwal weiße Lippen zu erkennen sind. Im Vergleich zum Zwerggrindwal ist sein Körper auch viel länger und größer.

Aus der Ferne können sie leicht mit Grindwalen verwechselt werden, aber anders als bei Grindwalen ist ihre Finne an der Basis nicht verbreitert, und sie werden auch nicht so groß wie Grindwale.

Die ausgewachsenen Männchen erreichen eine Größe von 5- 6 Metern, die Weibchen dagegen nur eine Größe von ca. 4 Metern.  Die Brustflossen sind auch ein eindeutiges Erkennungszeichen der Kleinen Schwertwale, sofern man das Glück hat sie zu sehen, wenn das Tier vorbeischwimmt oder auf einer Bugwelle reitet.

Sie haben lange Brustflossen, die auf halber Länge einen buckelähnlichen Ellebogen haben

Die ausgewachsenen Männchen erreichen eine Größe von 5- 6 Metern, die Weibchen dagegen nur eine Größe von ca. 4 Metern.  Die Brustflossen sind auch ein eindeutiges Erkennungszeichen der Kleinen Schwertwale, sofern man das Glück hat sie zu sehen, wenn das Tier vorbeischwimmt oder auf einer Buckwelle reitet.

Über die Fortpflanzung gibt es noch relativ wenige Angaben und über die Einschätzung der Geschlechtsreife fallen die Angaben unterschiedlich aus.

Nach einer Tragzeit von etwas 12 Monaten ist das Kalb bei der Geburt ca. 1,60 Meter groß und wird etwa 12 - 18 Monate gestillt. Ausgewachsen sind die Tiere bei einem Alter von 7 -8 Jahren. Geburten konnten bisher zu allen Jahreszeiten beobachtet werden. Die kleinen Schwertwale haben ein komplexes Sozialleben und sind sehr gesellig. Im Allgemeinen leben sie in Gruppen von 20 - 50 Tieren. Es wurden aber schon größere Gruppen beobachtet.

Sie schließen sich auch gerne mit anderen Delfinarten zusammen, was wir selber auf Grund unseren eigenen Beobachtungen vor Dominica bestätigen können. Dort haben wir die kleinen Schwertwale zusammen mit einer Schule von Großen Tümmlern jagen sehen.

Der kleine Schwertwal scheint nicht sehr häufig zu sein. Er ist aber weit verbreitet und lebt hauptsächlich in der Hochsee aber auch in tropischen und subtropischen Gewässern. Für seine Größe ist er ein extrem aktives und verspieltes Tier. Er springt oft aus dem Wasser und landet dann mit einem riesigen Platscher auf der Seite.

Sie sind schnelle und akrobatische Schwimmer, die aber auch ganz plötzliche Stopps und scharfe Kursänderung machen, vermutlich, um Beutetiere zu fangen.

An den Küsten Europas ist er sehr selten zu sehen, kann aber sogar bis ins Mittelmeer vordringen. Er ernährt sich im Wesentlichen von Kopffüßlern wie Sepien, Kalmare usw. Aber auch große Fische stehen auf seinem Speiseplan.

Es gibt Berichte von Angriffen auf Delfinen und es wurde sogar schon der Angriff auf das Kalb eines Buckelwals beobachtet. Kleine Schwertwale sind wiederholt in Gefangenschaft gehalten worden und zeigten sich dabei nicht so aggressiv wie die Zwerggrindwale. Bekannt ist der kleine Schwertwal auch durch Massenstrandungen geworden. Die größte bisher bekannte Massenstrandung von Walen und Delfinen gab es 1946 in Mar del Plata vor Argentinien, wo 835 kleine Schwertwale strandeten.

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